DRK - Die Richtung korrigieren

Rettet den Rettungsdienst in Sachsen!

Rettungsdienst in Dresden

Rettet den Rettungsdienst in Sachsen!

Rettet den Rettungsdienst in Sachsen! ver.di Rettet den Rettungsdienst in Sachsen!  – Solidemo am 18.11.2017 in Dresden

Demonstration in der Landeshauptstadt Dresden. Retter fordern die sächsischen Politiker zum Handeln auf.

Die Gewerkschaft ver.di hat für den 18. November 2017 zu einer Solidaritätskundgebung aufgerufen. Es geht um die Solidarität mit den aktuell im Streik befindlichen Rettungsdienstbeschäftigten des Deutschen Roten Kreuz in Dresden. „Wir wollen die Politik wachrütteln. Das Thema Rettungsdienst darf nicht weiterhin verschlafen werden“, sagt Andre Urmann, Gewerkschaftssekretär der ver.di und verweist auf ein Problem im Kampf um bessere Einkommen und Arbeitsbedingungen dieser Beschäftigten.

Die schlechten Arbeitsbedingungen in der Branche machen sich aktuell am niedrigen Einkommen, einer steigenden Einsatzdichte und Zwölf-Stunden-Diensten fest. Die langen Dienste werden zudem nicht voll bezahlt. „Ich bin regelmäßig 12 Stunden auf der Arbeit und erhalte nur 10 Stunden vergütet“, sagt Stephan Heinrich, Notfallsanitäter beim DRK.

Die Gewerkschaft ver.di weiß, das jahrelange Lohndumping im Deutschen Roten Kreuz ist nicht allein der Grund für das Dilemma, in dem die Retter aktuell stecken.

Die aktuelle Gesetzgebung im Freistaat zwinge die Städte und Landkreise, einen Großteil der Rettungsdienstleistung auszuschreiben. Den Zuschlag erhält jeweils der „wirtschaftlichste Bewerber“. Im künstlich geschaffenen Wettbewerb bleiben dann die Einkommen der Beschäftigten auf der Strecke. Das hat aktuell verheerende Auswirkungen auf die Qualität der Rettungsdienstleistung. Fehlendes Personal durch Abwanderung in andere Bundesländer führt heute bereits zu Engpässen im Rettungswesen. Die Stadt Dresden spricht selbst  schon von einem planerischen Defizit zur Einhaltung der gesetzlich geforderten Hilfsfristen.

ver.di fordert daher vom Freistaat schnelle Hilfe. Die Vergabegesetzgebung muss laut ver.di ausgesetzt werden und es soll eine sogenannte Bereichsausnahme für den Rettungsdienst gelten. Nur so sei der Rettungsdienst zu retten.

SOLIDEMO
Samstag, 18.11.2017, 13 Uhr
Treffpunkt Albertplatz Dresden

Es geht aber nicht nur um die Beschäftigten, sondern auch um die zukünftige Sicherstellung einer guten Rettungsdienstqualität.

Neben der Ignoranz der Verantwortlichen heißt das Grundübel sächsischer Ausschreibungszwang.

Schluss damit:
Wir fordern die flächendenkende Rekommunalisierung des Rettungsdienstes.

Bereichsausnahme Rettungsdienst auch in Sachsen - jetzt!