DRK - Die Richtung korrigieren

Rettet die Retter

Rettungsdienst im Burgenlandkreis

Rettet die Retter

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gegen verschlechterte Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst des Burgenlandkreises

Nach dem jahrelangen Festhalten der Geschäftsführung an einem rechtsunwirksamen Tarifvertrag mit dem Deutschen Handels- und Industrieangestelltenverband (DHV) sind hohen Nachzahlungsforderungen aufgelaufen.

Erst sehr spät erkannte die Geschäftsführung ihren Fehler und handelte mit ver.di einen rechtswirksamen Tarifvertrag aus. Doch nun ist die Gesellschaft insolvent.

Am Montag, 12.03.2018, will der Kreistag entscheiden, wie es mit dem Rettungsdienst im Burgenlandkreis weitergehen soll. 

Ver.di fordert vom Kreistag eine besonnene Entscheidung im Sinne der Beschäftigten und eines qualitativ hochwertigen Rettungsdienstes. Es dürfe nicht passieren, dass sich die ausgehandelten Arbeitsbedingungen auf einen Schlag wieder verschlechtern. Daher wäre die Übernahme des Rettungsdienstes in die Eigenregie des Landkreises aus ver.di- Sicht die sinnvollste Alternative.

„Zum DRK haben die Beschäftigten kein Vertrauen mehr. Das jahrelange Hinhalten hat sie verunsichert. Jetzt gibt es einen Tarifvertrag – und den wollen sie auch behalten“, so der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär Jens Berek.

„Möglicherweise sollen die Kolleginnen und Kollegen wieder 48 Wochenstunden arbeiten müssen, aber nur 40 Wochenstunden bezahlt bekommen. Vielleicht auch noch in 24-Stunden-Diensten. Das kann der Kreistag nicht ernsthaft wollen“, appelliert Berek an die Verantwortlichen.

Das arbeitswissenschaftlich erwiesene Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen und die nicht unerhebliche Steigerung des Unfall- und Fehlerrisikos mit zunehmender Arbeitszeit erforderten eine engere Begrenzung der täglichen Arbeitszeit.

„Wir gehen davon aus, dass die Entscheidung solche Faktoren berücksichtigen wird“, so Berek.