Universitätsklinikum Jena

Angleichung der Arbeitszeit überfällig  

Universitätsklinikum Jena

Angleichung der Arbeitszeit überfällig  

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten an den Universitätskliniken in Greifswald, Rostock und Jena die Angleichung der Arbeitszeiten.
ServiceDO ver.di Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten an den Universitätskliniken in Greifswald, Rostock und Jena die Angleichung dAngleichung der Arbeitszeit überfälliger Arbeitszeiten.  – Uniklinik Jena


Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten an den Universitätskliniken in Greifswald, Rostock und Jena die Angleichung der Arbeitszeiten. Sie arbeiten nach mehr als 30 Jahren „Deutscher Einheit“ noch immer 1,5 Stunden mehr pro Woche als die Beschäftigten an den Unikliniken in den westlichen Bundesländern.

Die Uniklinik Jena gehört dem Land Thüringen, deshalb sieht ver.di auch die Landesregierung in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Arbeitszeit reduziert und die Arbeitsbedingungen damit endlich in Ost und West gleich sind. Und auch die Arbeitgeber sind aufgefordert, ihren Einfluss geltend zu machen, damit die tarifliche Arbeitszeit auf 38,5 Stunden abgesenkt wird.

„Niemand kann verstehen, warum die Beschäftigten in Jena noch immer länger arbeiten müssen als ihre Kolleginnen und Kollegen an den Unikliniken in den westlichen Bundesländern“, erklärte Teresa Gärtner, Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Gesundheit in Thüringen. „Wir fordern die Landesregierung und die Arbeitgeber auf, sich gegenüber dem Arbeitgeberverband, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) klar dafür auszusprechen, den Tarifvertrag entsprechend anzupassen.“

Um ihre Forderung zu unterstreichen, feiern die Beschäftigten an der Uniklinik Jena morgen vorfristig Silvester, denn am 16. Dezember ist für die Ostdeutschen Unikliniken die aufs Jahr umgerechnete Arbeitszeit der westlichen Uniklinken schon aufgebraucht.

„Zwei Wochen im Jahr länger arbeiten, damit muss endlich Schluss sein“, so Gärtner. „Mit unserer vorzeitigen Silvesterparty machen die Beschäftigten auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam.“

Die zuständigen Ministerien in Thüringen sind kontaktiert worden. Allein das Finanzministerium hat reagiert und den Beschäftigten signalisiert, dass deren Arbeitszeit weiterhin bei 40 Stunden/Woche liegen werde. Auf Seiten der Gewerkschaft werden nun die weiteren Schritte abgestimmt, um die Forderung weiter voranzutreiben.