Hufeland Kliniken

Warnstreik bei den Hufelandkliniken

Warnstreik für einen Tarifvertrag Inflationsausgleich am Hufeland Klinikum Mühlhausen und Bad Langensalza am 30. Januar 2024
26.01.2024
Warnstreik bei den Hufelandkliniken

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten des Hufeland Klinikums Mühlhausen und Bad Langensalza am 30. Januar 2024 zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

„Die Beschäftigten am kommunalen Hufeland Klinikum sorgen Tag für Tag für eine gute Gesundheitsversorgung der gesamten Region. Die Preissteigerungen der letzten Jahre treffen die Hufeland-Beschäftigten genauso stark wie in anderen Branchen. Daher hat ver.di den Arbeitgeber bereits mehrfach zu Tarifverhandlungen über einen Inflationsausgleich von 3.000 Euro aufgefordert“, erklärt Saskia Scheler, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin.

Der Arbeitgeber hatte bereits vereinbarte Verhandlungen für August 2023 kurzfristig abgesagt und weigert sich seitdem, an den Verhandlungstisch zu kommen. „Wir haben keinerlei Verständnis für die Blockadehaltung des Arbeitgebers. Statt mit ver.di in konstruktiven Gesprächen über die berechtige Forderung der Kolleginnen und Kollegen zu sprechen, reagiert der Arbeitgeber trotz vielfacher Aufforderungen nicht und lässt den Beschäftigten keine andere Wahl, als ihrer Forderung mit den Mitteln des Streiks Nachdruck zu verleihen“, so Scheler weiter.

Das Hufeland Klinikum Mühlhausen/ Bad Langensalza ist in kommunaler Trägerschaft des Landkreises Unstrut-Hainich und der Stadt Bad Langensalza. Seit 1. Januar 2021 gilt hier ein Haustarifvertrag. Vor dem besonderen Hintergrund jahrelanger Tariflosigkeit und der damals angespannten wirtschaftlichen Lage des Hauses haben sich die Tarifparteien 2020 auf eine stufenweise Angleichung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bis 2025 geeinigt. Zu diesem Zeitpunkt ist keine der Tarifvertragsparteien von einer Inflationsrate ausgegangen, wie wir sie in jüngster Zeit erlebt haben. Daher profitierten die Beschäftigten nicht vom Tarifergebnis des öffentlichen Dienstes (TVöD) von 2023. Sie haben demzufolge keinen tariflichen Inflationsausgleich und seit 2022 keine Lohnsteigerung erhalten. Die Arbeitgeberseite hat zwar nach unserer Information Inflationsausgleichszahlungen angekündigt und einen Teil schon gezahlt. Allerdings sind die Modalitäten noch nicht bekannt und die Zahlungen liegen weit hinter den Forderungen.

„Bei den Tarifverhandlungen 2020 haben die Beschäftigten Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens genommen. Angesichts der Inflation ist es nun Zeit, dass der Arbeitgeber Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage der Beschäftigten nimmt. Denn sie sind das Fundament des Krankenhauses“, so Scheler abschließend.

Um Gefahren von Leib und Leben der Patientinnen und Patienten abzuwenden, wird eine Versorgung im Rahmen von Notdiensten gewährleistet.

Zum Streik aufgerufen sind alle Beschäftigten des nicht-ärztlichen Dienstes in der Zeit von 6.00-22.00 Uhr. Damit wird in der Pflege sowohl der Früh- als auch der Spätdienst bestreikt.