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Mehr Bildung wagen!

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Mehr Bildung wagen!

ver.di schließt sich dem Bündnis „Mehr Bildung wagen!“ an
"Zusammenstehen" Pascal Attenkofer Mehr Bildung wagen!  – Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

Die ver.di-Betriebsgruppe der Friedrich-Schiller-Universität Jena solidarisiert sich mit den Forderungen der Besetzerinnen und Besetzer des Hörsaal 1 der FSU Jena und schließt sich dem Bündnis „Mehr Bildung wagen!“ an.

Am 30.11.2022 hatten Studierende der FSU Jena unter dem Slogan „Geschlechtergeschichte erhalten!“ den größten Hörsaal der Universität besetzt. Am 14.12. haben die Studierenden den Hörsaal für den Lehrbetrieb wieder freigegeben – aber der Protest bleibt. Dafür hat sich das Bündnis „Mehr Bildung wagen! - Für die Ausfinanzierung der Geisteswissenschaften und sichere & gut bezahlte Arbeit an der Universität“ gegründet. Das Bündnis fordert mehr Geld für die Geisteswissenschaften, tariflich und dauerhaft abgesicherte akademische Arbeit, ein entschiedenes Vorgehen gegen den Rechtsruck im Land und eine Demokratisierung der Universität – es führt die Proteste aus dem Hörsaal 1 fort.

„Das ist absolut zu unterstützen, damit an der FSU gute Arbeit geleistet werden kann.“ so Dennis Eversberg, Beschäftigter der FSU Jena und Mitglied der ver.di-Betriebsgruppe. „Es braucht Dauerstellen für Daueraufgaben – auch für die Geschlechtergeschichte. Für sämtliche Statusgruppen an der Universität sollten keine Stellen unnötig befristet werden und Vertragslaufzeiten so lange wie möglich gestaltet werden.“, fordert Eversberg weiter.

Die ver.di-Betriebsgruppe der FSU weist in ihrem Statement vom 12.Dezember 2022 darauf hin, dass es für zeitnahe Stellenbesetzungen, aber auch mehr und attraktivere Stellen in der Universitätsverwaltung brauche, die schon lange unterbesetzt und überarbeitet ist. Die Hochschulen würden den Wettlauf um Fachkräfte verlieren. Auch deshalb müsse die FSU attraktivere Arbeitsbedingungen in Wissenschaft und Verwaltung schaffen.

Eine abgesicherte Finanzierung der Wissenschaft und gute und sichere Arbeit sind jedoch nicht nur an der FSU Jena grundlegende Herausforderungen. Daher hat sich auch der ver.di-Fachbereichsvorstand Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft in Thüringen dem Bündnis angeschlossen. „Eine ausreichende und kontinuierliche Finanzierung der Hochschulen fordern wir schon lange. Bildung ist ein hohes Gut für unsere Gesellschaft. Gute Bildung braucht aber auch gute und sichere Arbeitsbedingungen.“, sagt Ulrike Hoffmann, Mitglied des Fachbereichsvorstands und Personalrätin an der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena.